PaNaNet fördert die Vernetzung und touristische Entwicklung von Natur- und Nationalparks

Seit 1996 sind sechs Naturparke im Burgenland (Neusiedler See-Leithagebirge, Rosalia-Kogelberg, Landseer Berge, Geschriebenstein, Weinidylle, Raab) vier Naturparke in Westungarn (Sopron, Irottkő, Örség, Kerka, sowie das Naturparkprojekt Pinkatal) in den verschiedenen Landschaftstypen entstanden – mehrere davon grenzüberschreitend konzipiert. Ein Teil der für ihren Betrieb notwendigen Infrastruktur wurde bereits über Leader und Interregprojekte realisiert, eine koordinierte Ausrichtung an den vier Säulen – Schutz der Kulturlandschaft, Schaffung landschaftsangepasster Erholungseinrichtungen, Entwicklung von Umweltbildungsangeboten und Projekte zur Regionalentwicklung – fehlt jedoch.

Darüber hinaus sind Optimierungen im Rahmen des gemeinsamen überregionalen Marketings, der Qualitätssicherung und der nachfrageorientierten Angebotsentwicklung angedacht. Aus Sicht der Tourismus- und Trendforschung versprechen folgende thematische Schwerpunkte Wachstumsmöglichkeiten und eine zunehmende Relevanz:

  • Naturerlebnis
  • Wellness und Gesundheitsangebote
  • Wandertouristische Angebote
  • Authentische regionalspezifische Angebote und Events

Ein gemeinsames Problem der burgenländischen und ungarischen Schutzgebiete ist die bisher fehlende, zielgruppenorientierte Vermarktung der bereits bestehenden naturtouristischen Angebote. Angestrebt wird deshalb eine verstärkte Einbindung der naturtouristischen Angebote der Schutzgebiete in die Angebote der Beherbergungsbetriebe, um eine Erhöhung der Aufenthaltsdauer zu erreichen.  Die Schutzgebiete liegen abseits der touristischen Zentren und können durch diese Initiative nachhaltige Tourismusangebote in tourismusschwachen Regionen gemeinsam mit den touristischen Verbänden entwickeln.