Nationale Ebene: Das politische System Ungarns ist ein parlamentarisches Einkammersystem. Die Nationalversammlung setzt sich aus 386 Abgeordneten zusammen, die alle vier Jahre gewählt werden. Der Staatspräsident wird von der Nationalversammlung für fünf Jahre gewählt. Ungarn verfügt über eine in der Verfassung verankerte kommunale Selbstverwaltung, deren Kompetenzen in einer Reihe grundlegender Gesetze geregelt sind.
Regionale Ebene: In den neunziger Jahren wurden in Ungarn sieben Regionen ins Leben gerufen, ohne die traditionellen Verwaltungseinheiten der Komitate aufzulösen. Diese Planungsregionen (bestehend aus drei bis vier Komitaten) haben zwar keine gesetzlich festgelegten Kompetenzen, spielen jedoch in der regionalen Planung und der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts eine Rolle. Insgesamt besteht Ungarn aus 19 Komitaten (Megyék), die Komitate Györ-Moson-Sopron und Vas sind Teil von CENTROPE. Die Selbstverwaltungen der Komitate führen per Gesetz definierte Aufgaben durch, etwa bei Siedlungsplanung, Umweltschutz, Erhaltung öffentlicher Straßen und Flächen oder der Energieversorgung.
Lokale Ebene: Unterhalb der Komitate ist Ungarn in 150 Bezirke (Kistérségek) und 3.157 Gemeinden (Köségek) gegliedert. Die Gemeinden können gewisse Aufgaben der Selbstverwaltung freiwillig übernehmen.
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