Grünes Licht der Europäischen Kommission für das CEITEC, das Central European Institute of Technology, in Brno. Mit neuen EU-Mitteln wird das Schwergewicht der Forschungsarbeit in Bereichen wie Biomedizin oder High-Tech-Werkstoffen liegen und so einen Anreiz für vertiefte grenzüberschreitende Forschungskooperation in CENTROPE bieten.
Mit der Unterschrift von EU-Regionalkommissar Johannes Hahn fand ein fast anderthalb Jahre währender Antrags- und Auswahlprozess sein Ende. Nutznießer der Summe von 5,2 Mrd. CZK aus dem Topf der Europäischen Strukturfonds ist die Masaryk-Universität, welche das Projekt gemeinsam mit anderen in Brno angesiedelten Universitäten und Forschungseinrichtungen eingereicht hatte. Es handelt sich dabei um das zweitgrößte und am besten beurteilte Projekt der Finanzierungslinie „Forschung und Entwicklung für Innovation“. Seine Besonderheit liegt in der engen Verknüpfung von Life Sciences mit Forschung und Entwicklung von High-Tech-Werkstoffen und neuen Technologien. Das Projekt soll ein führendes europäisches Kompetenzzentrum mit Spitzenausstattung und attraktiven Arbeitsbedingungen für Top-ForscherInnen werden. 600 WissenschaftlerInnen aus der Tschechischen Republik und dem Ausland sollen hier Zugang zu erstklassiger Technik erhalten; bis zu 1.200 Studierende werden in die Forschungsprogramme eingebunden.
Mit dieser Zusatzunterstützung werden die breit angelegten Forschungsprogramme von CEITEC – der Bogen spannt sich von fortgeschrittenen Nanotechnologien und Werkstoffen zu Genomik, molekularer Medizin, Hirnforschung und molekularer Veterinärmedizin – zu zahlreichen Innovationen führen, seien es nun Nanoroboter, spezielle Hydrogels zur Behandlung leichter Knochenbrüche, Zahnprothesen nach Maß oder selbstreinigende Gebäudehüllen. Die Erforschung menschlicher und tierischer Moleküle und Zellen am CEITEC wird MedizininerInnen in die Lage versetzen, ansteckende, onkologische und andere schwere Krankheiten rechtzeitig und zuverlässig zu diagnostizieren.
CEITEC ist ausdrücklich als mitteleuropäische Einrichtung konzipiert, weshalb sich eine Zusammenarbeit von Universitäten in Brno, Wien und Bratislava innerhalb des Projekts ergeben soll. Die Schaffung dieses Kompetenzzentrums kann als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wissensbasierten Wirtschaft in der gesamten Region CENTROPE gelten. Träger des Projekts CEITEC sind die Masaryk-Universität, die Technische Universität Brno, die Mendel- Universität Brno, die Universität für Veterinärwissenschaften und Pharmazeutik Brno, das Institut für Werkstoffphysik der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik sowie das Veterinärforschungsinstitut.
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