Das Europäische Parlament stellt fest, dass etwa ein Fünftel der EU-Bevölkerung in Staaten lebt, die mit knappen Wasserressourcen konfrontiert sind. Die Gesamtkosten von Dürreereignissen für die Wirtschaft in der Europäischen Union über die letzten 30 Jahre lassen sich auf insgesamt 100 Milliarden EUR beziffern. Daher gehören Gewässerschutz und verbesserte Trinkwassernutzung im Donauraum zu den Prioritäten für die Entwicklung der Donaustrategie.
Das Europäische Parlament (EP) warnt davor, dass Wasserknappheit und Dürre große Herausforderungen für die wirtschaftliche, soziale und territoriale Kohäsion in der EU darstellen. Das EP unterstreicht die Bedeutung der Regionen als Motoren technischer Innovation im Wassersektor vor allem in Zusammenhang mit der Tatsache, dass sich Wassereffizienz zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor entwickelt, und fordert regionale Behörden auf, interregionale nationale und internationale Kooperationen, Informationsaustausch und strategische Partnerschaften zur Schaffung effizienter regionaler Wasserwirtschaftsstrukturen in Erwägung zu ziehen.
Die Flussebene nördlich der Donau ist als größte europäische Trinkwasserressource bekannt. Das geologische Umfeld erzeugt geeignete Bedingungen, unter denen das Donauwasser durch mächtige unterirdische Schotterschichten sickern kann und infolge der Filterung durch die Schotterschichten höchste Qualität erlangt. Die Qualität des solcherart unterirdisch gespeicherten Grundwassers ist so gut, dass vor seiner Einleitung in die Versorgungsnetze keinerlei chemische Aufbereitung erforderlich ist. Auch ist dieses Wassersystem ständig erneuerbar. Wenn wir also dieses einzigartige System erhalten wollen, müssen nicht nur die Gebiete um die Donau geschützt, sondern auch verschiedene technische Parameter eingehalten werden.
Kooperation ist ein Weg, um ausreichende Trinkwassermengen für die Zukunft der Region Centrope zu sichern. Die Slowakei rechnet Schutz, Bewirtschaftung und rationale Nutzung der Wasserressourcen in der westslowakischen Ebene zu den Prioritäten der Donaustrategie. In den kommenden Jahren beabsichtigen die Wasser- und Abwasserwerke Bratislava in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem grenzüber-schreitenden Gebiet, ein neues Wassertransportkonzept einzuführen, um weiter entfernte Gebiete, in denen die Wasserversorgung technisch anspruchsvoller und kostenintensiver ist, mit ausreichenden Trinkwassermengen zu beliefern. Ebenso wichtig ist die Festlegung gemeinsamer Methoden für den Schutz von Oberflächen- und Grundwasser. In Bratislava und seiner Umgegend alleine bestehen mehrere geeignete Quellen, deren Schüttung die Versorgung von grenzüberschreitenden Regionen in Österreich, Ungarn oder Südmähren zulässt.
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