Für den österreichischen Forscher Eduard Stefan Buzetzki ist CENTROPE eine Chance, das innerhalb der Region vorhandene Know-How zusammenzuführen – nicht zuletzt, um schnell wachsenden Volkswirtschaften wie Indien oder China Paroli zu bieten, die auch bei neuen Technologien oft schon auf der Überholspur sind.
„CENTROPE kann WissenschaftlerInnen Erfolg in ihrer Arbeit garantieren und sicherstellen, dass tatsächlich neue Technologien entwickelt werden und die Region langfristig prosperieren wird“, meint der österreichische Wissenschaftler Eduard Buzetzki von der Slowakischen Technischen Universität Bratislava (STU), an der „saubere Technologien“ ein zentrales Thema sind.
„Im Ausland zu forschen eröffnet viele neue Ausblicke“, meint der Techniker, dessen derzeitiges Projekt auf neue Herstellungsmethoden von Biokraftstoffen der 3. Generation abzielt. Das Institut für Physikalische Chemie ist eine der produktivsten Einrichtungen der STU: die MitarbeiterInnen des Instituts veröffentlichen jährlich etwa 60 Artikel, und ihre Arbeiten werden ca. 500 Mal pro Jahr von anderen ForscherInnen zitiert. An der Universität Bratislava sei er mit offenen Armen aufgenommen worden, fügt Buzetzki hinzu: „Meiner Erfahrung nach sind die Menschen in der Slowakei und insbesondere im Raum Bratislava offener, und das Arbeitsumfeld ist sogar noch besser als in Österreich.”
Eine offene Geisteshaltung ist Eduard Buzetzkis Überzeugung nach ein Schlüssel zum Erfolg, obwohl die Kooperationsbereitschaft innerhalb der Forschungs-Community ebenfalls gestärkt werden sollte. Buzetzki zufolge ist hier eine Vernetzungsplattform gefragt, und CENTROPE ist seiner Ansicht nach das richtige Instrument dafür. „CENTROPE ist hundertprozentig nötig“. Bislang ist eine spezielle Forschungsförderung über die Grenzen der vier Länder hinweg noch eine Wunschvorstellung, deren Realisierung die grenzüberschreitende Forschungskooperation jedoch wesentlich ankurbeln könnte. Bei der konkreten Projektumsetzung ist die Zusammenarbeit ebenfalls erfolgreicher, wenn eine externe Stelle als Koordinator agiert und den Fluss der Fördergelder verwaltet, wie Buzetzki aus eigener Erfahrung weiß. Er vergleicht den Prozess mit einem Fußballspiel, bei dem es auch nur einen Schiedsrichter gibt, der die finalen Entscheidungen trifft, während die Spieler gewisse Regeln befolgen müssen. Seiner Ansicht nach liegt die zentrale Herausforderung bei der Projektumsetzung in der Vorfinanzierung der Kosten. „Wenn man etwas im Voraus aufbauen muss, um mit der Forschung überhaupt beginnen zu können, kann das die Kosten für kleine Unternehmen ziemlich in die Höhe treiben, was diese wiederum in finanzielle Schwierigkeiten stürzt – hier müssten die Förderagenturen Verantwortung übernehmen“, fügt Buzetzki hinzu.
In seiner Karriere als Entwickler und Wissenschaftler hat Eduard Buzetzki in Österreich, Kroatien, Deutschland, der Schweiz und der Slowakei gearbeitet und studiert. „Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede“, betont er, „aber insbesondere bei Problemlösungsfragen ist das kein Hindernis – ganz im Gegenteil.” Er betrachtet unterschiedliche Zugänge zu spezifischen Problemen als eindeutigen Vorteil. Auch sei die Sprache kein Hemmnis für Zusammenarbeit, betont Buzetzki. Meist würde ohnedies Englisch gesprochen. Insbesondere im Bereich der Technik bestehen physikalische oder chemische Grundsätze, die weltweit Gültigkeit haben.
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