Dieses Gemeinschaftsprojekt des Österreichischen Museums für angewandte Kunst in Wien (MAK) und der Mährischen Galerie in Brno baut auf einer bereits bestehenden Kooperation zwischen den beiden Museen auf. Es zielt primär darauf ab, den Architektur- und Designtourismus in der Region zu fördern, und wendet sich dabei sowohl an CentropäerInnen als auch an BesucherInnen von auswärts.
Josef Hoffmann, der in der heutigen Tschechischen Republik geborene österreichische Architekt und Mitbegründer der Wiener Moderne, ist eine zentrale Persönlichkeit des Projekts „Spuren“, dessen Thema das gemeinsame Architektur- und Designerbe der Region CENTROPE darstellt. Dabei ist interessant, dass die CENTROPE-Partnerregionen einen sehr ähnlichen und in vieler Hinsicht gemeinsamen kulturellen Hintergrund aufweisen – kulturelle Nahverhältnisse sind also ein Hauptkennzeichen der grenzüberschreitenden Region und ein Plus für den Kulturtourismus.
Das Projekt baut auf einer erfolgreichen Zusammenarbeit des MAK in Wien und der Mährischen Galerie in Brno auf. Die beiden Museen betreiben eine gemeinsame Außenstelle in Brtnice (Tschechische Republik) im Geburtshaus Josef Hoffmanns, dem die Außenstelle auch gewidmet ist. „Spuren“ stellt eine Vertiefung dieser Kooperation auf breiterer kultureller und touristischer Basis dar und ermöglicht die Einbeziehung anderer Partner – vor allem aus dem Tourismussektor – in die Initiative.
Das Projekt präsentiert Mitteleuropa als Wiege der Moderne in Architektur und Design. Dabei werden Sammlungen und Orte von historischer Bedeutung miteinander verknüpft, um eine Kulturroute zu entwickeln, die BesucherInnen anzieht und die Grenzregion zwischen der Tschechischen Republik und Österreich vom kulturellen Standpunkt aus bewirbt. Neben den Gebäuden und Designobjekten Josef Hoffmanns soll das Projekt auch andere berühmte Sehenswürdigkeiten der Region in die Route einbinden, Ausstellungen mit Schwerpunkt auf Design und Architektur organisieren und Werbung für Besichtigungstouren zu diesen interessanten Stätten machen.
Das Projekt „Spuren“ läuft von 2011 bis 2013 und wurde von mehr als 30 verschiedenen Kulturrouten in ganz Europa angeregt, die alle beim Europäischen Institut der Kulturrouten (gegründet auf Initiative des Europarats) eingetragen sind.
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