Reisegewohnheiten und Freizeitverhalten befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel, was wiederum große Herausforderungen für die Tourismusbranche nach sich zieht. Die unterschiedlichen Anforderungen einer vielfältigen, alternden Gesellschaft und der Klimawandel bedeuten eine fundamentale Veränderung der Rahmenbedingungen erfolgreicher Tourismusstrategien. Regionen, die sich flexibel und schnell an neue Gegebenheiten anpassen können, werden zu den Gewinnern auf den Tourismusmärkten der Zukunft zählen. CENTROPE hat die besten Chancen dazuzugehören.
Jeweils im Herbst findet in Wien die größte europäische Messe für ältere Menschen statt, die zu einem beträchtlichen Teil dem Thema Reise und Tourismus gewidmet ist. Heuer wird die 14. Wiener Herbst Senioren Messe vom 17. bis 20. November stattfinden. Wie in vergangenen Jahren werden Tourismusbehörden und Hotelbetreiber aus den vier CENTROPE-Ländern ihre Attraktionen den etwa 90.000 MessebesucherInnen präsentieren. Die Österreichischen Bundesbahnen erklären die korrekte Benutzung ihrer Fahrkartenautomaten, an denen auch die besonders günstigen internationalen Euregio-Tickets gelöst werden können: Klar formulierte und zuverlässige Informationen sind eine Grundbedingung, um SeniorInnen als treue KundInnen gewinnen zu können.
Die Messe und das von ihr ausgelöste Interesse stehen für einen wichtigen Tourismustrend, der eine grundlegende Veränderung in der Gesellschaft widerspiegelt und direkte Auswirkungen auf den Fremdenverkehr in CENTROPE haben wird. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sind SeniorInnen länger mobil als in der Vergangenheit. Aber während eine wachsende Anzahl von ihnen durchaus reiselustig ist, haben sie auch besondere Wünsche, auf die bestehende oder neue Tourismuseinrichtungen eingehen müssen. Für die Region CENTROPE mit ihrer hohen Konzentration an Tourismusangeboten auf relativ kompakter Fläche stellt dieser demografische Trend einen Vorteil dar, da ältere Gäste bequem erreichbaren Reisezielen oft den Vorzug geben. Außerdem haben sie viel Zeit zur Verfügung und sind daher an längeren oder häufigeren Aufenthalten interessiert.
In diesem Zusammenhang ist der hoch entwickelte Wellnesstourismus in CENTROPE ein Wettbewerbsvorteil, der dem allgemeinen Trend gut entspricht. Thermalbäder sind praktisch über ganz CENTROPE verstreut, wobei jene entlang der Grenze zwischen Ungarn und Burgenland wohl die bekanntesten darstellen. Neben dem Wellnessurlaub können auch medizinische Behandlungen (etwa Zahnarztbesuche) Grund für eine Reise über die Grenze sein. Kulturevents und allgemeine Freizeitangebote in CENTROPE bieten weitere Motive, um diese für den Markt immer interessantere Gruppe anzusprechen.
Weitere Triebfedern für eine Neuausrichtung in der Reisebranche sind der Klimawandel und der sich daraus ergebende Bedarf nach einem nachhaltigen Tourismus. Da eine intakte Umwelt eine Vorbedingung der meisten Ferienangebote ist, gehört die Fremdenverkehrsindustrie zu den ersten Opfern unabsehbarer Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Brände, Wirbelstürme oder Extremtemperaturen. Gleichzeitig ist der Tourismus für einen beträchtlichen Teil der Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Während die Tourismusbranche also gefordert ist, innovative, schadstoffarme Lösungen und Produkte zu entwickeln, können umweltbewusste KonsumentInnen ihrerseits zu einem nachhaltigen Tourismus beitragen, indem sie Unterkünfte, Aktivitäten und Verkehrsmittel wählen, die möglichst geringe Mengen nichterneuerbarer Ressourcen verbrauchen.
Ökotourismus bietet somit ein ein ungeheures Wachstumspotenzial. Auch in CENTROPE werden Angebote mit geringer CO2-Bilanz umweltbewusste Gäste anziehen, denen eine veränderte Einstellung zur Umwelt ein Herzensanliegen ist. Eines der ersten Hotels der Welt mit Nullenergiebilanz ist das Boutique Hotel Stadthalle in Wien. Im Laufe eines Jahres erzeugt das Hotel dieselbe Energiemenge, die es für den Betrieb benötigt. Es werden ausschließlich erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik-Paneele, Grundwasserwärmepumpen und drei Windturbinen eingesetzt. Sogar der Garten wird lediglich mit Regenwasser gepflegt; dies gilt auch für die Wasserversorgung in den Badezimmern. Gäste, die mit Elektroauto anreisen, können ihren fahrenden Untersatz an zwei Stationen gratis aufladen.
Egal ob Elektroauto, Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wie Schiff, Bahn oder Bus: In jedem Fall trägt die gewählte Fortbewegungsart wesentlich zur CO2-Bilanz moderner Reisender bei. Mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, attraktiven Radrouten und dem Erlebnis einer Donaukreuzfahrt hat CENTROPE jenen Reisenden, die ihre Destination auf klimafreundliche Art entdecken wollen, viel zu bieten. So ist z.B. Bratislava nicht nur per Linienschiff mit Städten donauaufwärts und donauabwärts verbunden, wobei solche Reisen eine unvergessliche Erfahrung sein können. Zusätzlich zum Liniendienst sind auch Fahrten mit Schnellbooten und Besichtigungstouren per Schiff in und um Bratislava sowie auch Charterreisen für Gruppen oder Firmenfeiern möglich.
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