Aufbau, Verbesserung und Querverbindungen von Infrastruktursystemen stellen ein wichtiges Thema der politischen Kooperationsagenda in CENTROPE dar. Die Pilotaktivität „Infrastructure Needs Assessment Tool“ (INAT) stellt auf die konkret zu erreichenden Ziele ab, um grenzüberschreitende Mobilität zu unterstützen und CENTROPE noch besser an Europa anzubinden.
Tagesausflüge mit dem Autobus oder Zug nach Győr, Mikulov oder Neusiedl am See oder auch ein Besuch der Kirchen in Trnava… Für zu viele BewohnerInnen von CENTROPE sind diese Freizeitpläne aufgrund unzureichender öffentlicher Verkehrsdienste noch immer schwer zu organisieren. Die Bedeutung dieser Herausforderung wird durch die sehr dynamische Zunahme des interregionalen Verkehrs in den letzten Jahren und dessen Implikationen für die grenzüberschreitende Arbeitsmobilität und Wettbewerbsfähigkeit der Region weiter verschärft.
In diesem Zusammenhang möchte das Pilotprojekt INAT Herausforderungen und Engpässe in der Region analysieren und eine präzise Kooperationsagenda für CENTROPE formulieren. Das Symposium „CENTROPE in motion“ am 11. Oktober 2011 stellte einen weiteren Schritt in diese Richtung dar. Nach Meinung der Fachleute hinkt die bestehende Infrastruktur in CENTROPE der ständig zunehmenden Verkehrsintensität hinterher. Auch die Hauptverkehrsachsen der Region entsprechen qualitativ und quantitativ noch nicht allen Anforderungen. Ein weiteres Problem liegt in fehlender bzw. qualitativ schlechter Infrastruktur in den peripheren Gebieten von CENTROPE begründet.
Um diese Nachteile zu überwinden, müssen prioritäre Projekte benannt werden, die die Anpassung der Infrastruktur in der Region an den tatsächlichen Bedarf ermöglichen. INAT wird diese Leitprojekte, die vor allem auf die hochrangigen Verkehrsknotenpunkte und grenzüberschreitenden Verbindungen in CENTROPE abstellen, identifizieren. Weiters müssen die Koordination der grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrssysteme und die Verbesserung ihrer Leistungen forciert werden. Letztlich könnte dies in einem CENTROPE-Verkehrsverbund sowie einem multimodalen Informationssystem resultieren.
Schließlich fließen die im Rahmen von INAT gemachten Vorschläge der Fachleute direkt in die Formulierung einer gemeinsamen Verkehrs- und Infrastrukturstrategie für CENTROPE ein. In diesem Sinne vereinbarten die Politikverantwortlichen der Region beim CENTROPE-Gipfel in Tomášov, ihre Bemühungen zu verstärken, um die Infrastrukturlage in CENTROPE zu verbessern, und auf die Annahme einer gemeinsamen Strategie binnen eines Jahres hinzuarbeiten.
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