Was uns heute als eine von Vielfalt geprägte Region erscheint, war in der Vergangenheit noch vielfältiger und multikultureller. Über Jahrhunderte war das heute als CENTROPE bekannte Gebiet ein Mosaik verschiedener Ethnien, gesellschaftlicher Gruppen und Glaubensgemeinschaften. Wenn junge Menschen von heute die Besonderheit dieses gemeinsamen Erbes begreifen, können sie auch entdecken, was sie verbindet.
Im Oktober besuchten Studierende und Lehrkräfte des Studienzentrums für neuere Geschichte und multikulturelle Gesellschaften der Masaryk-Universität Brno im Rahmen einer fünftägigen Studien- und Lernexkursion CENTROPE. Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, Multikulturalität – das Hauptthema von Projekt und Studienreise – in Gestalt traditionell multikultureller Viertel bzw. deren Spuren kennenzulernen. Dank diesem von den EU-Strukturfonds und dem tschechischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport durchgeführten Projekt konnten sich die Studierenden ein Bild von den kulturellen Nahverhältnissen der CENTROPE-Partnerregionen sowie von der Multikulturalität der einzelnen Gebiete machen.
Der Schwerpunkt des Exkursionsprogramms lag auf Besuchen historischer Denkmäler und Einrichtungen, Vorträgen, Gesprächen mit BürgerInnen, Diskussionen und einer Reihe von Begegnungen. Die Möglichkeiten, Vergleiche innerhalb des multikulturellen Erbes von CENTROPE anzustellen, waren vielfältig – schließlich blickt die grenzüberschreitende Region auf eine lange Geschichte des Zusammenlebens, aber auch auf innere Konflikte zurück. Informationen über die Vergangenheit und Gegenwart ethnischer Minderheiten in der Region wie etwa der jüdischen Gemeinde in Mikulov oder der kroatischen Minderheit im Burgenland sowie über deren Situation vertieften das Verständnis der Studierenden für ethnische Vielfalt als gestaltendes Element der Region.
Pfad > home > centrope newsl... > Newsletter 1/2012 > CENTROPE multikulturell