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In Südmähren, einer der (über die gesamte Umbruchsperiode wie auch in den letzten Jahren) am schnellsten wachsenden Regionen der Tschechischen Republik, hat sich die Beschäftigungsstruktur weniger stark verändert als im Rest des Landes. Dank vermehrtem Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor kam es zu einem wesentlich schwächeren Verlust an Arbeitsplätzen als in anderen Teilen der Tschechischen Republik. Gleichzeitig entwickelte sich die Struktur des Arbeitsmarkts kontinuierlich hin zu einer für westeuropäische Staaten typischen Form. Die meisten Beschäftigten finden sich in der herstellenden Industrie, die mehr als ein Viertel aller Beschäftigten Südmährens ausmacht, gefolgt von Unternehmensdienstleistungen, Großhandel und Baugewerbe.
Die Arbeitslosenrate liegt zwar über dem nationalen Durchschnitt, doch war das Beschäftigungswachstum in Südmähren vor der Wirtschaftskrise durchwegs positiv. In der Vergangenheit konnten die stärksten Beschäftigungsgewinne in der Fahrzeugindustrie sowie bei der Herstellung von Computern und Büromaschinen verzeichnet werden. Weitere Sektoren mit bedeutender Beschäftigungszunahme sind Unternehmensdienstleistungen und das Baugewerbe. Im Gegensatz dazu nahm die Beschäftigtenzahl in der Land- und Forstwirtschaft ab. In jüngster Vergangenheit ist eine Verbesserung in Bezug auf die Arbeitslosenrate – im Vergleich mit anderen Regionen der Europäischen Union – absehbar.
Die Region Südmähren hat den zweithöchsten Anteil von Personen mit Universitätsausbildung in der Tschechischen Republik. Die Bedeutung wissensintensiver Berufszweige in der Region ist ebenfalls herausragend. Der Hauptgrund dafür liegt in dem Umstand, dass Brno das zweitgrößte Zentrum öffentlicher wie privater Universitäten in der Tschechischen Republik darstellt. Etwa 2% aller Beschäftigten in der Region ist in Forschung und Entwicklung tätig.
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